Bäderexperten zu Gast im Nettebad

Stadtwerke veranstalten 13. Osnabrücker Bädertag

Bädertechnik-Experten tauschen sich beim 13. Osnabrücker Bädertag aus. Foto: Stadtwerke Osnabrück, Wolfgang Hermle

Osnabrück. Wie lässt sich die Sicherheit von Chlorungsanlagen verbessern? Welche Anforderungen stellt der Fachkräftemangel an die Personalgewinnung in der Bäderbranche? Wie hängt Holzbau mit Schallschutz zusammen? Und welchen ökonomischen Fußabdruck hinterlässt ein Freizeitbad? Diese und viele weitere Aspekte einer innovativen Bädertechnik und eines effizienten Bäderbetriebes standen im Fokus des mittlerweile 13. Osnabrücker Bädertages der Stadtwerke im Nettebad.

Rund 60 Fachleute aus Bäderbetriebsgesellschaften und anderen Stadtwerken aus ganz Deutschland haben sich zwei Tage lang im Nettebad und den Tagungsräumen der angrenzenden E-Kartbahn „Nettedrom“ über Trends in der Bäderlandschaft informieren lassen. „Der Osnabrücker Bädertag hat sich in der Branche als bedeutende Austauschplattform fest etabliert“, betont Stadtwerke-Bäderchef Wolfgang Hermle. Intensiv diskutiert wurde in diesem Jahr insbesondere über verschiedene Aspekte der Sicherheit. „Sicherheit steht für jedes Bad an oberster Stelle“, erläutert Hermle. „Dabei geht es nicht nur um den Umgang mit Chlorungsanlagen und wassergefährdenden Stoffen, sondern auch um unmittelbare Sicherheitsvorkehrungen für Badegäste wie die Rutschhemmung von Bodenbelägen.“

Personalgewinnung trotz Fachkräftemangel und technischer Fortschritt

Auf der Agenda standen für die Branche zeitgemäße Themen wie beispielsweise neuartige Techniken zur Notfallabschaltung von Chlorgasanlagen, der sichere Umgang mit Chemikalien, Möglichkeiten zur Raumgestaltung mit Holz und der ökonomische Fußabdruck in einem Freizeitbad. „Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten und starken Entwicklungen in der Bäderbranche ergeben sich Jahr für Jahr neue spannende Themen“, ergänzt Stadtwerke-Bädertechnikchef Jürgen August. „Sowohl aus technischer Sicht als auch mit Blick auf die Verwaltung von Schwimmbädern ist es wichtig, immer am Puls der Zeit zu bleiben.“ Daher gehörten in diesem Jahr auch Vorträge zum derzeitigen Fachkräftemangel zum Programm. „Wir haben uns über Maßnahmen der Personalgewinnung ausgetauscht und die Bäder-Kollegen gemeinsam mit der Dejoris GmbH über mitarbeiterorientierte Dienstplangestaltung informiert“, erläutert Bäderbetriebsleiterin Gerhild Neumann.

Expertenaustausch als Impuls zur Bewältigung von Herausforderungen

„Mit der strategischen Ausrichtung unserer drei Bäder und unserem innovativen Energiemanagement haben wir uns bereits gut für die zukünftigen Herausforderungen der Bäderbranche aufgestellt“, erläuterte Bäderchef Hermle. „Aber vielleicht können wir mit weiteren innovativen Projekten noch mehr aus unseren Anlagen herausholen.“ Daher sei der spannende Expertenaustausch während des Osnabrücker Bädertages immer sehr wertvoll für das Bäderteam der Stadtwerke Osnabrück.

Osnabrücker Bäder-Fachwissen gefragt

Dass die Stadtwerke Osnabrück mit der Bädertechnik im bundesweiten Vergleich weit vorne liegen, wissen auch andere Städte zu schätzen: So gehen bei den Osnabrücker Experten seit Jahren regelmäßig Anfragen zur Unterstützung und Beratung ein. Zuletzt haben sich vier Vertreter des Bäder- und Gebäudemanagements der Stadt Bonn gemeinsam mit Fachingenieuren und den Stadtwerke-Experten im Moskaubad über erfolgreiche Energieeffizienz-Projekte informiert. „Die Stadt Bonn plant ein neues Schwimmbad mit höchstmöglicher Effizienz. Dass wir in diesem Fall als Berater unterstützen können, ist eine große Anerkennung und Wertschätzung unserer Expertise“, betont Jürgen August. „Das zeigt uns, dass wir den stetigen Entwicklungen und Herausforderungen der Bädertechnik-Branche gewachsen sind.“