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Historischer Weihnachtsmarkt: Besucher, Aussteller, Händler und Organisatoren sind zufrieden

Foto: OMT, Joachim Viertel

Osnabrück. Am 22. Dezember schließt der Osnabrücker Weihnachtsmarkt nach 28 Tagen seine Pforten. Die Verantwortlichen und Akteure ziehen eine positive Bilanz.
„Die Stadt Osnabrück als Veranstalterin verzeichnet den diesjährigen Weihnachts- markt als vollen Erfolg. Selbst das nicht immer weihnachtsmarkt-taugliche Wetter hat dem Besucherstrom keinen Abbruch getan. Alle freuen sich über eine runde, gelungene Veranstaltung ohne besorgniserregende Zwischenfälle“, sagt Sandra Kühle vom Fachbereich Bürger und Ordnung der Stadt Osnabrück.
Zufrieden zeigt sich auch Bernhard Kracke jun., erster Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems e.V.: „Das dritte Adventswochenende hat uns wegen des Regens zwar einen kleinen Einbruch beschert, aber vorher war der Besucherandrang so groß, dass wir im Vergleich zum Vorjahr immer noch im Plus sind. Wenn das Wetter am letzten Wochenende mitspielt, kommen wir auf jeden Fall wieder auf das gute Ergebnis des Vorjahres und vermutlich darüber hinaus“, freut sich Kracke. 600.000 Menschen sind nach den offiziellen Zahlen im Vorjahr über den Historischen Weihnachtsmarkt in Osnabrück geströmt. Kracke rechnet damit, dass es dieses Jahr mindestens 650.000 werden.
„Wir haben wieder kräftig die Werbetrommel gerührt“, sagt Stephan Gerecht von der Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH (OMT). Nach seinen Angaben wurden über 40.000 Weihnachtsmarkt-Programme in einem Umkreis von 100 km verteilt. „Mit Großplakaten in den Umlandgemeinden und einer bundesweiten Plakataktion an großen Umsteigebahnhöfen wie Hamburg, Bremen, Dortmund, Münster oder Hannover haben wir auf den Osnabrücker Weihnachtsmarkt aufmerksam gemacht“, so Gerecht. In der Region Twente in den Niederlanden fuhren Busse mit der Aufschrift „Kerstmarkt Osnabrück“. Radiokampagnen warben zwischen Papenburg und Bad Oeynhausen für einen Besuch auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt. Neben zahlreichen anderen Marketingaktionen erfolgte die Bewerbung über die sozialen Medien und andere digitale Kanäle.
„Auch in diesem Jahr waren die Hotels in der Innenstadt in der Vorweihnachtszeit, insbesondere an den Wochenenden, wieder sehr gut gebucht“, resümiert Johanna Leonhard vom Tourismus- und Tagungsservice Osnabrück | Osnabrücker Land.
„Gerade zur Weihnachtszeit ist, entgegen der immer stärker werdenden Entwick- lung zur Onlinebuchung, die individuelle Beratung bei den Gästen weiterhin ge- fragt“, so Leonhard. Interesse weckte bei den Osnabrück-Besuchern vor allem das Weihnachtsmarkt-Arrangement, in dem eine Teilnahme an einer Stadtführung und der aktuelle Glühweinbecher als Souvenir enthalten sind.
Der Osnabrücker Weihnachtsmarkt wird auch bei Reisebusgesellschaften immer beliebter: In den letzten Wochen kamen etwa 1.600 Reisebusse zum Historischen Weihnachtsmarkt nach Osnabrück – davon rund ein Drittel allein aus den Nieder- landen. „Die Reiseveranstalter kommen gerne nach Osnabrück, da sie hier zentral und kostenlos parken können und der Weihnachtsmarkt bei den Gästen sehr beliebt ist“, so Diana Riepenhoff von der OMT. In Zusammenarbeit mit der Haus- brauerei Rampendahl und dem Schaustellerverband Weser-Ems e.V. habe man auch in diesem Jahr wieder einen Busfahrerstammtisch anbieten können: „Busfah- rer erhalten von uns einen Gutschein für eine warme Mahlzeit und ein Getränk. Das wird sehr gut und sehr gerne angenommen“, erklärt Riepenhoff.
Der Historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück habe sich bei den Reiseunternehmen einen guten Ruf erobert, bekräftigt auch Schausteller-Chef Kracke: „Der Weihnachtsmarkt ist einfach schön, und es trägt zum Erfolg bei, dass wir ihn ruhig und besinnlich halten. Mit den Shoppingmöglichkeiten in der Stadt, den Museen und Kirchen wird Osnabrück zum Gesamtpaket.“ Kracke geht davon aus, dass der Weihnachtsmarkt ein echter Wirtschaftsfaktor ist. „Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerverbands, wies darauf hin, dass von Märkten und Volksfesten eine enorme Wirkung auf den Handel und die Gastronomie ausgeht. Er war letzte Woche hier und hat uns zu unserem schönen Markt und der erfolgreichen Positionierung im Reisebusgeschäft gratuliert.“
„Dank des immer erfolgreicher werdenden ‚Black Fridays‘ waren die Einkaufsstra- ßen bereits in der ersten Adventswoche gut besucht“, sagt Katrin Holtgräwe vom Citymarketing der OMT. Die laserbasierte Passantenfrequenzmessung zeige Zuwächse, am zweiten Adventssamstag z.B. um plus 3,5 Prozent. „Selbst der Dauerregen in der dritten Adventswoche hat nur wenige Besucher vom Gang in die City abgehalten“, so Holtgräwe: „Hier zeigen unsere Messgeräte gerade mal einen Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr“. Für die vierte Adventswoche gelte bislang: Je näher Weihnachten rücke, desto mehr Frequenz sei in den Einkaufsstraßen zu verzeichnen.
Mit einem starken Finale rechnet Uta Westerholt, Inhaberin des Prelle Shops. Mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft zeigt sie sich sehr zufrieden. „Da Heiligabend in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt, rechnen wir am Montag noch einmal mit vielen Kunden“, so Westerholt. Auch Vanessa Waldvogel, Geschäftsführerin von Schäffer Geschenke, erwartet einen starken Montag vor Weihnachten. Nach ihren Angaben habe man auch rund um den ‚Black Friday‘ gute Umsätze erzielen können, obwohl Schäffer an diesem Tag gar keine speziellen Rabatte angeboten habe.
Zufrieden zeigen sich auch die Veranstalter des Winterdorfes am Schloss, das am Sonntag, 22. Dezember um 20 Uhr seine Tore schließt. „Unsere Besucher waren beeindruckt und sichtlich erfreut von den schönen Hütten und liebevollen Details, die es im Winterdorf zu bestaunen gab“, so Andreas Wiesing von der Sierp Event GmbH. Vor der imposanten Kulisse des Osnabrücker Schlosses seien Feuerzangenbowle, Winzerglühwein und Gulasch aus der historischen Kutschenküche besonders gut bei den Gästen angekommen. „Im Winterdorf war Verweilen statt Gedränge angesagt,“ so Wiesing, der sich noch einmal für die reibungslose Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück bedankte.
Während der Weihnachtsmarkt und das Winterdorf am Schloss am 22. Dezember schließen, bleibt der überdachte Eiszauber am Ledenhof noch bis zum 29. Dezember geöffnet. „Unsere Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr, insbesondere das Eisstockschießen mit rund 200 Teams unter der Woche zieht immer mehr Zuschauer an“, stellt Veranstalter Fredi Welte zufrieden fest. Nach seinen Angaben laufen die Tischreservierungen erfolgreich, zahlreiche Unternehmen haben bereits Termine fürs kommende Jahr gebucht. „Ein Highlight bei unseren jüngsten Gästen war traditionell der Auftritt des Zappeltiers bei der Kindershow von Frank und seinen Freunden“, so Welte.

Im kommenden Jahr findet der Historische Weihnachtsmarkt in Osnabrück vom 25. November bis 22. Dezember statt.

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