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Christian Wulff soll Ehrenbürger von Osnabrück werden

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Osnabrück. Der Rat der Stadt Osnabrück hat am Dienstag, 3. Dezember, beschlossen, Christian Wulff, Bundespräsident a.D., das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, weil er sich in herausragender Weise um seine Heimatstadt Osnabrück verdient gemacht hat. Die Auszeichnung soll im Jahr 2020 im Rahmen eines besonderen Festaktes erfolgen.
Christian Wulff war in der Zeit von 1986 bis 2001 Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück, von 1994 bis 2010 Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und von 2003 bis 2010 Ministerpräsident des Landes Niedersachsens. Von 2010 bis 2012 hatte er das Amt des Bundespräsidenten inne. Sowohl während seiner Tätigkeit als Ministerpräsident als auch in der Funktion des Bundespräsidenten hat sich Christian Wulff in hervorragender Weise um die Stadt Osnabrück verdient gemacht. Als Ministerpräsident war Herr Christian Wulff maßgeblich daran beteiligt, den Automobilproduktionsstandort Osnabrück und damit tausende Arbeitsplätze in Osnabrück zu retten. Seine Amtszeit als Bundespräsident nutzte Christian Wulff auch dazu, sich für das interkulturelle und interreligiöse Miteinander einzusetzen.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sagte im Rat: „Sein Satz ‚Der Islam gehört zu Deutschland‘ ist schon jetzt in die Geschichtsbücher unseres Landes eingegangen und hat seine eigene Furche gezogen. Nur wenige Sätze haben in den vergangenen Jahren eigentlich alle von uns dazu herausgefordert, Stellung zu beziehen. Nur wenige Sätze haben diese diskursive Kraft entfaltet. Diese Aussage, so harmlos sie zunächst auch daher zu kommen scheint, hat wegen ihrer nahezu unfassbaren Tiefsinnigkeit auf der Oberfläche eine Wucht entfaltet, die der Sprecher vielleicht selbst nicht vorausgesehen hat. Dieser Satz stellt vermeintliche Selbstverständlichkeiten in Frage, indem er an Selbstverständliches erinnert. Insofern hat dieser Satz eine notwendige Diskussion zugleich angestoßen und auf sich konzentriert und dadurch doch wirklich etwas geklärt. Diese Aussage hat unser Land verändert[…] Und so können wir endlich nachholen, was zu den Selbstverständlichkeiten politischer Aufrichtigkeit in Deutschland gehört, dass nämlich die Heimatstädte der Bundespräsidenten ‚ihren‘ Bundespräsidenten mit der Ehrenbürgerwürde auszeichnen.“

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