VfL verurteilt Pyroaktion in Bochum

Symbolfoto: pexels/Simon Rosengren

Osnabrück. Während des Auswärtsspiels des VfL Osnabrück beim VfL Bochum am vergangenen Freitag wurden im Gästeblock immer wieder pyrotechnische Gegenstände gezündet. „Wir halten an unserer Nulltoleranz-Politik für dieses unverantwortliche Verhalten fest“, erklärt VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Die Lila-Weißen haben eine empfindliche Geldstrafe zu erwarten.

Bereits am Freitagabend nach dem Spiel und am Wochenende haben die Verantwortlichen mit der Aufarbeitung der Ereignisse begonnen. Auch zu Beginn der Woche beschäftigen sich die Lila-Weißen mit der sachlichen Bestandsaufnahme der Situation, dazu gehört auch die interne Rücksprache und der Austausch mit den sicherheitsrelevanten Netzwerkpartnern. In den nächsten Tagen erwartet der VfL die Aufforderung des Deutschen Fußball-Bundes zu einer schriftlichen Stellungnahme.

„Zunächst möchte ich mich im Namen des VfL Osnabrück bei den Verantwortlichen, Spielern und Fans des VfL Bochum, dem Schiedsrichtergespann, aber auch bei der Vielzahl der Stadionbesucher aus Osnabrück entschuldigen, die durch das nicht zu tolerierende Verhalten einiger unverbesserliche Störer mittelbar oder unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch wenn es nach bisherigem Kenntnisstand keine Verletzten gab, ist das Verhalten nicht zu entschuldigen“, so Wehlend. „Das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen kann gesundheitliche Folgen haben, ist verboten und wird durch den Verband zu Lasten des Klubs sanktioniert. Gezündet wurde vorwiegend im Sitzplatzbereich, dort saßen auch viele Familien mit Kindern! Wir bleiben bei unserer Nulltoleranz-Politik hinsichtlich Pyrotechnik. Gleichzeitig sprechen wir uns nach wir vor gegen Kollektivstrafen aus, entsprechend werden wir die tatsächlich Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und behalten uns ausdrücklich sämtliche Konsequenzen vor.“

Über die 90 Minuten hinweg wurden im Gästeblock in Bochum immer wieder pyrotechnische Gegenstände entzündet. Durch die Bauweise des Stadions und die Witterungsbedingungen konnte der Rauch nur bedingt abziehen. Die zweite Hälfte wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung mit vier Minuten Verspätung angepfiffen.

Wehlend weiter: „Der konspirative Einsatz von Pyrotechnik am vergangenen Freitag hat uns in Qualität und Quantität erschrocken. Die unbeteiligten Stadionbesucher beider Fanlager haben ihren Unmut mit zunehmender Zeit zum Ausdruck gebracht. Wir werden den Dialog mit der aktiven Fanszene suchen und die Geschehnisse konsequent aufarbeiten. Wir stehen für eine bunte Kurve mit Gestaltungsspielraum. Nach den Vorfällen in Bochum können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“