Stadtwerke starten am ICO zweite Testphase für den autonomen Shuttlebus

Der autonome „Hubi“-Shuttlebus macht sich bereit für Testphase Zwei am Wissenschaftspark Osnabrück. Foto: Stadtwerke Osnabrück, Thomas Teepe

Osnabrück. Der autonom fahrende Shuttlebus „Hubi“ macht sich bereit für Testphase Zwei: Ab Dezember wird der vollautomatisierte Minibus seine Runden am InnovationsCentrum Osnabrück (ICO) drehen – erstmals auch im öffentlichen Straßenraum. Bevor „Hubi“ startet, müssen die Stadtwerke zunächst den 1,1 Kilometer langen Rundkurs einlesen.

Mitte Juni war „Hubi“ erstmals öffentlich aufgetreten: Mehr als vier Monate hatte der erste autonom fahrende Minibus Osnabrücks regelmäßig einen gut 800 Meter langen Rundkurs auf dem zentralen Betriebsgelände der Stadtwerke zurückgelegt – und sich dabei an einer virtuellen Linie orientiert, den „Hubi“ zuvor erlernt hatte. In dem Zeitraum der ersten Testphase hat der vollelektrische Kleinbus mehr als1.000 Kilometer zurückgelegt und dabei mehr als 1.000 Fahrgäste chauffiert – darunter nicht nur „Stadtwerker“, sondern viele interessierte Gäste und Besuchergruppen. „Wir sind sehr zufrieden mit der ersten Testphase – und freuen uns auf die erweiterte Testphase Zwei“, sagt Stadtwerke-Projektleiterin Sandra van Tongern.

„Hubi“ auf der Sedanstraße

Auch dafür muss der vorgesehene Rundkurs von „Hubi“ erst erlernt werden. Im Dezember wird der autonome Minibus durch den Wissenschaftspark sowie über ein Teilstück der Sedanstraße fahren und dabei die vier Haltestellen Sedanstraße, Friedrich-Janssen-Straße, Albert-Einstein-Straße und ICO anfahren. Zudem soll der Rundkurs als „On Demand“-Anschluss an die Start- bzw. Endhaltestelle Wissenschaftspark/ ICO der Buslinie 22 fungieren. Damit sich „Hubi“ mit seiner Maximal-Geschwindigkeit von 15 km/h uneingeschränkt entfalten kann, richtet die Stadt Osnabrück für die Testphase ein Parkverbot entlang des gesamten Rundkurses sowie ein Tempolimit von 30 km/h auf der Sedanstraße ein.

Fahrt über Hub Chain App buchen

Der komplexe Prozess des „Strecke-Einlesens“ wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Zudem steht noch die offizielle Ausnahmegenehmigung für den Linienbetrieb aus. „Sind beide offenen Punkte erledigt, darf ‚Hubi“ loslegen und Fahrgäste chauffieren“, so Sandra van Tongern. Mit an Bord wird dann auch wieder ein eingewiesener Steward sein, der Strecke und Verkehr überwacht und bei Bedarf manuell eingreifen kann. Interessierte können ihre Fahrt schon jetzt über die „Hub Chain“-App buchen. Eine Registrierung als Testnutzer ist ab sofort online unter www.hubchain.de möglich.

Zum Hintergrund: Hub Chain

Kernstück des vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützten Förderprojektes Hub Chain ist die Entwicklung einer neuartigen digitalen Mobilitätsplattform für sogenannte „On-Demand“-Verkehre. Diese Verkehre auf Bestellung können und sollen insbesondere in weniger verdichteten Regionen das Busliniennetz ergänzen – und insofern attraktiver machen, dass sie die Fahrgäste zu den zentralen Umstiegspunkten der bestehenden Buslinien bringen.