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FDP Kreisverbände kritisieren Kündigungen der Kitaplätze

Symbolfoto

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück soll in den Kitas ab 2020 nur noch Kinder aufnehmen, die ihren Hauptwohnsitz tatsächlich auch im Stadtgebiet haben. Der Rat wird dies voraussichtlich im Dezember beschließen. Doch schon vorher hat die Verwaltung 22 Landkreis-Kindern gekündigt. Die FDP Kreisverbände im Landkreis und der Stadt Osnabrück sowie die Jungen Liberalen (JuLis) kritisieren diese Kündigungen in einer Pressemitteilung scharf.

„Der Rausschmiss von 22 Landkreis-Kindern aus städtischen Kitas wird den Mangel an Kitaplätzen nicht beheben”, so Matthias Seestern-Pauly, Kreisvorsitzender der FDP-Osnabrück-Land. „Stattdessen werden Kinder ohne Not aus einer vertrauten Umgebung herausgezogen und dass nur weil ihre Eltern wenige Kilometer weiter gezogen sind.“ Damit sei niemandem geholfen schlussfolgerte Seestern-Pauly, der kinder- und jugendpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion ist.

Moritz Gallenkamp, Kreisvorsitzender der FDP Osnabrück, pflichtete ihm bei: „Es kann viele gute Gründe geben, warum Eltern aus dem Landkreis sich entscheiden ihre Kinder in eine städtische Kita zu geben und umgekehrt. Die Ausnahmeregelung, welche die Stadt für ihre eigenen Angestellten treffen möchte, verdeutlicht dies. Natürlich haben wir in Osnabrück – in Stadt und Landkreis – einen Mangel an Kitaplätzen, doch sollten wir dem als Region gemeinsam begegnen, anstatt Streitigkeiten auf dem Rücken von Kindern auszufechten.“

Niklas Ahrens und Linus Körbi, die örtlichen Vorsitzenden der Jungen Liberalen (JuLis) forderten die Stadt auf die Wahlfreiheit der Eltern zu achten anstatt zu blockieren: „Der Rat der Stadt Osnabrück sollte sich lieber Gedanken machen, wie ein abgestimmtes Kita-Management von Stadt und Landkreis aussehen kann, anstatt Landkreis-Kinder aus städtischen Kitas zu verbannen und freie Träger zu selbigem aufzufordern. Es wird Zeit, dass die Osnabrückerinnen und Osnabrücker gemeinsame Lösungen für die Probleme ihrer Region finden.“

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Auch Landesregierung in die Pflicht nehmen

Nemir Ali, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Niedersachsen: „Es ist gut, dass sich die Große Koalition endlich auf die beitragsfreie Kita einigen konnte. Leider blieben dabei dringend notwendige Investitionen in die Qualität und die flächendeckende Versorgung auf der Strecke.” Hier dürfe das Land die Kommunen nicht im Regen stehen lassen.

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