Umweltminister Olaf Lies übergibt Förderbescheid an das Museum am Schölerberg

Osnabrücker Naturkundemuseum beginnt mit Neubau

Über die Förderung für den Bau der neuen Dauerausstellung freuen sich (von links) Landrätin Anna Kebschull, der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der Direktor des Museums am Schölerberg, Norbert Niedernostheide sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Guido Pott. Foto: Stadt Osnabrück, Lisa Heyn

Osnabrück. Umweltminister Olaf Lies war am Dienstag, 5. November, zu Gast im Museum am Schölerberg. Der Minister übergab den Bewilligungsbescheid des Landes Niedersachen für den Bau einer neuen Dauerausstellung an das Osnabrücker Naturkundemuseum. „Die Sanierung des Museumsgebäudes und der Umbau zu einem neuen Naturkundemuseum sind ein spannendes Projekt, das wir gerne mit 2,78 Millionen Euro fördern“, erklärte Lies.

„Die Stadt Osnabrück ist sehr dankbar für die Förderung und die Möglichkeit das Museum mit einer zeitgemäßen Ausstellung auszustatten“, begrüßte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert den Minister und geladene Gäste. „Zusammen mit der Verknüpfung zum Natur- und Geopark TERRA.vita lässt sich in direkter Nachbarschaft zum Zoo ein Ort mit Strahlkraft für die Region entwickeln.“

Mit der weiteren finanziellen Unterstützung durch den Landkreis, den erhofften Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und einem Eigenanteil der Stadt stehen dem Museum in den kommenden Jahren etwa 4,6 Millionen Euro zur Verfügung. Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann zeigte sich ebenfalls erleichtert: „Damit wird endlich die schon lange konzipierte, aber auch überfällige Modernisierung des Hauses Realität.“

Norbert Niedernostheide, Direktor des Museums am Schölerberg, zeigte, wie das neue Naturkundemuseum in Zukunft aussehen kann. Die neue Ausstellung solle erdgeschichtlich deutlich früher als in den meisten Naturkundemuseen starten und wird auch einen wissenschaftlich fundierten Blick in die Zukunft wagen. „Unsere Stärken, eine international bedeutende Sammlung zur Erdgeschichte und natürlich unser Planetarium und Umweltbildungszentrum, werden deutlicher in die Ausstellung einfließen, als dies bislang der Fall war“, führte Niedernostheide aus. Die Gäste der Zukunft erleben die Entstehung des Universums, durchwandern einen Urwald aus der Zeit des Karbons und tauchen ab in die Urozeane. An jeder Stelle zieht es sie aber auch zurück in die Gegenwart: An welcher Stelle stehen Natur und Umwelt heute? Und sie reisen weiter in die Zukunft: Was können wir auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Zukunft unserer Welt sagen?

„Ich wünsche mir eine moderne Ausstellung, die drängende Umweltfragen von heute thematisiert und diskutiert. Und ich freue mich, wenn die Ausstellung dazu anregt, dass sich jede und jeder von uns nachhaltig verhält und bewusst mit der Natur umgeht“, betonte Minister Lies bei der Übergabe des Bescheides.


Abschließende Worte fand die neue Landrätin, Anna Kebschull: „Mit seiner zentralen Lage im UNESCO Geopark fungiert das Museum seit vielen Jahren als Informationszentrum für TERRA.vita. Umso mehr freue ich mich über den Titel der neuen Ausstellung: Dem Leben auf der Spur im Naturpark TERRA.vita. Auch aus diesem Grund ist der Landkreis Osnabrück bereit, sich finanziell an der Realisierung der Neugestaltung zu beteiligen. Wir verbinden dies mit der Erwartung, dass das neue Haus noch offensiver die Funktion als zentraler Anlaufpunkt für naturinteressierte Besucher des Osnabrücker Landes ausfüllt.“

Damit ist der offizielle Startschuss für den Neubau des Naturkundemuseums gefallen. Und es geht auch gleich los. Der Bereich Stadtökologie der aktuellen Dauerausstellung wird bereits ab Ende November nicht mehr für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein. Die Bauarbeiten erfolgen sukzessive pro Ausstellungssegment. Wer noch einmal den alten Bereich „Lebensraum Stadt – Stadtökologie in Osnabrück“ besuchen möchte, hat noch bis zum 24. November die Gelegenheit dazu. Am Samstagabend, 23. November, lädt das Museum außerdem um 17 Uhr zu einem Umtrunk in die alte Ausstellung ein. Neben einer Führung gibt es einen exklusiven Einblick in das Konzept der neuen Ausstellung und jede Menge Anekdoten zu der 30-jährigen Geschichte der alten zu erzählen. Interessierte sind herzlich eingeladen.