Wechsel im Präsidium der Universität Osnabrück

Zwei Vizepräsidenten und eine Vizepräsidentin erhielten ihre Bestellungsurkunden

Das neue Präsidium der Universität Osnabrück (v.l.): Prof. Dr. Thomas Bals, Dr. Wilfried Hötker, Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke und Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger. Foto: Universität Osnabrück/Simone Reukauf

Osnabrück. Mit großer Mehrheit hat der Senat der Universität Osnabrück für drei nebenberufliche Vizepräsidenten für die Amtszeit von drei Jahren votiert. Der Berufspädagoge Prof. Dr. Thomas Bals, die Theologin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke und der Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger werden zusammen mit der Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und dem hauptberuflichen Vizepräsidenten für Personal und Finanzen Dr. Wilfried Hötker das neue Präsidium stellen. Die entsprechenden Bestellungsurkunden wurden am Mittwoch überreicht.

„Die Konstellation im Präsidium ist ideal, um die Geschicke der Universität in den kommenden Jahren erfolgreich voran zu bringen“, freut sich Präsidentin Menzel-Riedl, die am 1. Oktober die Amtsgeschäfte von Prof. Dr. Wolfgang Lücke übernommen hatte. Sie danke dem Wissenschaftsministerium, welches die Ernennung der Vizepräsidenten so schnell ermöglicht hat. „Damit ist das Präsidium der Universität Osnabrück komplett und wir können mit der Arbeit beginnen.“

Neu im Präsidium ist Prof. Kühnberger, der als Vizepräsident den Bereich Forschung und Nachwuchsförderung künftig vertreten wird. Prof. Bals wird wie bisher als Vizepräsident für das Ressort Hochschulentwicklung und Strategie zuständig sein. Prof. Blasberg-Kuhnke übernimmt erneut das Amt der Vizepräsidentin für Studium und Lehre.

Prof. Kühnberger studierte von 1990 bis 1996 Philosophie, Mathematik, Linguistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Stuttgart und Tübingen. Von 1996 bis 1997 war er Stipendiat der Graduiertenförderung des Landes Baden-Württemberg an der Universität Tübingen. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Indiana University, Bloomington von 1997 bis 1999 und eine Beschäftigung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Jahren 1999 bis 2003, zuerst am Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen und ab 2001 am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück. Kühnberger promovierte 2002 in Allgemeiner Sprachwissenschaft / Computerlinguistik an der Universität Tübingen. Von 2003 bis 2009 war er Juniorprofessor für Künstliche Intelligenz am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück und ist seit 2009 Professor für Künstliche Intelligenz am gleichen Institut. Seit 2016 ist er geschäftsführender Leiter des Instituts für Kognitionswissenschaft. Zudem war er mehrfach Dekan des Fachbereichs Humanwissenschaften.


Prof. Bals studierte von 1977 bis 1983 Wirtschaftspädagogik (Abschuss: Erstes Staatsexamen) und Psychologie (Abschluss: Dipl.-Psych.) an der Universität zu Köln. Er war dann zunächst in Köln und ab 1985 in Osnabrück wissenschaftlicher Angestellter bzw. Akademischer (Ober-)Rat. Nach seiner Promotion (1989) und Habilitation (1995) wurde Bals zum außerplanmäßigen Professor (1998) im Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück ernannt. Im Jahr 2002 erfolgte die Berufung zum Hochschuldozenten (C2) für „Medizin- und Pflegepädagogik“ in der Fakultät Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Zum Sommersemester 2009 wurde er auf die Professur für Berufspädagogik im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften an der Universität Osnabrück berufen. Im Sommersemester 2012 war Bals Visiting Scholar an der Columbia University/ New York City. Seit Oktober 2016 ist er nebenberuflicher Vizepräsident für Hochschulentwicklung und -strategie an der Universität Osnabrück.

Prof. Blasberg-Kuhnke studierte Katholische Theologie und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin schloss sie 1985 ihre Promotion im Fach Pastoraltheologie mit einer Studie zur Altenpastoral in Münster ab. Von 1987 bis 1990 war sie Stipendiatin im Post-Doc-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft und anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin für Religionspädagogik an der Universität/Gesamthochschule Essen. 1992 erfolgte die Habilitation im Fach Religionspädagogik am Fachbereich Katholische Theologie der Universität Mainz. Es folgten Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und der Schweiz. 1996 nahm sie den Ruf auf die Professur für Praktische Theologie: Pastoraltheologie und Religionspädagogik am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück an. 2009 übernahm sie für drei Jahre das Amt der nebenberuflichen Vizepräsidentin für Studium und Lehre. Im Oktober 2017 wurde sie erneut in dieses Amt gewählt.