Unzureichend gesicherte Ladung ein größeres Thema bei Großkontrolle auf A30

Bundesweite Verkehrsaktion beendet

Zahlreiche Verstöße mussten die Beamten bei der Kontrolle an der A 30 feststellen. Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück/Bad Bentheim. Am 12.September fand die länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben – Brummis im Blick“, an der sich auch die Polizeidirektion Osnabrück beteiligte, statt. Bei einer direktionsweiten Großkontrolle auf dem Parkplatz Waldseite Süd an der A 30 kontrollierten mehr als 30 Polizeibeamte, unterstützt vom Zoll und vom Bundesamt für Güterverkehr, rund 100 Fahrzeuge.

Dabei stellten die Beamten mehr als 100 Verstöße fest – teilweise auch mehrere Verstöße bei einem kontrollierten Fahrzeug. In 13 Fällen wurde die Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagt. Noch dazu behielten die Einsatzkräfte Sicherheitsleistungen in Höhe von 2.500 Euro ein. Auch Präventionsteams der Polizei aus dem Emsland und Osnabrück waren bei der Großkontrolle mit von der Partie. Sie hatten die Aufgabe, mit den LKW-Fahrern abseits der Kontrollen ins Gespräch zu kommen und auf möglich Gefahren präventiv aufmerksam zu machen und für mehr Verantwortungsbewusstsein auf den Straßen zu sorgen.

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Ein Polizist überprüft über die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers die Lenk- und Ruhezeiten eines LKW-Fahrers. Foto: Polizei Osnabrück

Zu den gravierendsten Beanstandungen zählte ein Sattelzug, der statt der erlaubten 40 Ton-nen mit 52 Tonnen unterwegs war. Auf den Fahrer und Halter warten Geldstrafen, die auch wegen der anstehenden Vermögensabschöpfung in vierstelliger Höhe sein werden. Der Fahrer musste vor Ort dafür sorgen, dass die Ladung in Teilen auf einen zweiten LKW umverteilt wurde. In einem anderen Fall blieb die Sicherung der Ladung nahezu komplett aus, obwohl der Sattelzug massive Stahlträger geladen hatte. Statt der geforderten 48 Spanngurte – zur Sicherung der schweren Last – zählten die Beamten lediglich sieben Spanngurte. Auch hier werden empfindliche Geldstrafen auf Fahrer und Halter zukommen. Der Fahrer besorgte noch am Nachmittag die noch ausstehenden 41 Spanngurte, um die Fahrt fortzusetzten.

Insgesamt waren bei der Kontrolle unzureichend gesicherte Ladung, Überladung und Verstö-ße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, wie auch die technischen Mängel dominierende The-men. Allein mangelhafte Ladungssicherung und Überladung machten knapp die Hälfte aller Verstöße aus. Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion: „Verstöße wegen Überladung und unzureichender Sicherung der Ladung waren heute dominierend. Die LKW-Kontrollen brachten zum Teil gravierende Mängel ans Tageslicht. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Deshalb finden Kontrollen dieser Art bei uns auch in Zukunft regelmäßig statt.“

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Statt der vorgeschriebenen 48 Spanngurte war die Ladung (massive Stahlträger) mit lediglich 7 Gurten gesichert. Die Weiterfahrt wurde an Ort und Stelle untersagt. Foto: Polizei Osnabrück

LKW-Unfälle haben überdurchschnittlich schwere Folgen. Allein im Jahr 2018 gab es in der Polizeidirektion Osnabrück, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln, 3.859 Verkehrsunfälle an denen LKW beteiligt waren. Bei 449 Unfällen wurden sogar Menschen verletzt. Insgesamt verzeichnete die Direktion 524 verletzte Verkehrsteilnehmer im Zusam-menhang mit LKW Unfällen, davon 373 Leichtverletzte, 136 Schwerverletzte und 15 tödlich verletzte.