Der Blühstreifen am Ententeich in Belm blüht dicht und üppig

Farbenpracht und reichlich Insektenbesuch

Bauhofleiter und Gärtnermeister Nils Kramer (v. li.), Marcus Hensing, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters und Belms Klimabotschafter Eberhard Eckert freuen sich über den üppigen Blühstreifen am Ententeich und den reichlichen Insektenflug an den Pflanzen. Foto: Gemeinde Belm, D. Meyer

Belm. Blühstreifen oder so genannte Bienenweiden sind in der Gemeinde Belm aktuell ein großes Thema. Klimabotschafter Eberhard Eckert, Bauhofleiter Nils Kramer und auch die Belmer Politik beschäftigen sich seit Jahresbeginn damit und haben die Anlage von Blühstreifen angeregt. Im Mai wurden die ersten beiden öffentlichen Flächen eingesät. „Wir finden die Idee super und sind für das Thema sensibilisiert“, sagt Marcus Hensing, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters. „Und wir möchten auch gerne noch mehr blühende Flächen anlegen“, ergänzt Eberhard Eckert.

Am Belmer Ententeich blüht es schon kräftig. Phazelien, Malven, Kornblumen, Margeriten und auch ein bisschen Mohn sorgen nicht nur für Farbenpracht, sondern auch für reichlich Insektenbesuch. Die Saatgutmischung ist eine Nahrungs- und Pollenquelle für Hummeln, Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Gut ein Kilogramm Samen gehen auf 100 Quadratmeter Fläche. Diese hat Nils Kramer sorgfältig vorbereitet und 15 Zentimeter frischen und lockeren Mutterboden aufgetragen – Aushub vom Erweiterungsbau des Kindergartens Astrup. Ausgesät wurde mit einer Rasenbaumaschine. „Die verteilt die Samenkörner nicht nur gleichmäßig, sondern walzt sie auch zweimal an“, sagt der Gärtnermeister. Gewässert wurden die Blühstreifen übrigens nicht. „Nach dem Aussäen überlassen wir die Pflanzen sich selbst, damit sie sich an ihren Standort gewöhnen – auch, wenn dann die Blühzeit vielleicht vier Wochen später beginnt“.

Am Ententeich hat das auch prima funktioniert, der Blühstreifen ist dicht und üppig, der Standort gut gewählt: Sonnig und keine Konkurrenzpflanzen. Am Bruchweg von Belm nach Haltern, wo entlang des Weges und der Baumreihe auf gut 300 Metern Länge und zwei Metern Breite eingesät wurde, sind Pflanzendichte und Blühintensität deutlich schwächer. „Unter den Bäumen ist es halt sehr schattig und der Wurzeldruck ist größer“, ergänzt Kramer.

Wenn im kommenden Jahr die neue Aussaatzeit beginnt, weiß er schon, wo er noch weitere Blühstreifen in der Gemeinde anlegen möchte. „Die große Grünfläche an der ˋVehrter Meile´ ist prima geeignet“, freut sich Nils Kramer.