Rheiner Landstraße ist ab dem 15. August voll gesperrt

In der Rheiner Landstraße auf Höhe der Rückertstraße laufen die Arbeiten bereits seit dem 4. Juli. Hier bauen Arbeiter bereits die neue Kanalisation ein. Foto: Stadt Osnabrück, Monika Kruse

Osnabrück. Bereits mit Anfang der Sommerferien haben die umfangreichen Bauarbeiten an der Rheiner Landstraße mit einer Teilsperrung auf Höhe der Rückertstraße begonnen. Dieser erste Bauabschnitt wird mit Ende der Sommerferien abgeschlossen.

Direkt im Anschluss beginnt der zweite Bauabschnitt. Ab Donnerstag, 15. August, wird die Rheiner Landstraße zwischen der Mozartstraße und der Rückertstraße für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Bis voraussichtlich Sommer 2021 modernisiert die Stadtwerketochter SWO Netz GmbH dort die Kanalisation, die Stadt Osnabrück erneuert die Fahrbahn, Geh- und Radwege sowie die Parkflächen. „Ich weiß, dass die Baustelle für Anwohner und Pendler eine nicht unerhebliche Belastung mit sich bringt“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Dennoch ist die Baumaßnahme notwendig, um die Infrastruktur zukunftsfähig zu machen.“

Während der Bauarbeiten wird der Verkehr in stadtauswärtiger Richtung über die Wilhelmstraße und die Mozartstraße umgeleitet. Dort dürfen Lkw bis zu einem Gewicht von 7,5 Tonnen fahren. Stadteinwärts werden Autos sowie Lkw bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen über die Straße In der Barlage umgeleitet. Auf beiden Umleitungsstrecken gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. Radfahrer dürfen die Gehwege mit Rücksicht auf Fußgänger mitbenutzen und somit auch entgegen der Einbahnstraße fahren. Für Lkw, die die Gewichtsbeschränkungen überschreiten, richten die Verkehrsplaner der Stadt eine weiträumige Umleitung über die Straßen An der Blankenburg, Kurt-Schumacher-Damm und den Heger-Tor-Wall ein. „Um sich ein Bild von der Situation zu Beginn der Sperrung zu machen, werden bereits am Donnerstagmorgen Fachleute vor Ort sein“, erklärt Ralf Spicker, Leiter Kanalbau und Kanalbetrieb der SWO Netz GmbH.

In der Rheiner Landstraße wird parallel auf zwei Baufeldern gearbeitet, die jeweils zwischen 80 und 100 Metern lang sind. Der erste Bereich umfasst den Abschnitt zwischen Rückertstraße und Richard-Wagner-Straße, der zweite Bereich den Abschnitt zwischen Richard-Wagner-Straße und Mozartstraße. Beide Baufelder werden parallel von Osten nach Westen wandern. Anwohnerinnen und Anwohnern der Rheiner Landstraße wird es während der gesamten Bauzeit möglich sein, ihre Häuser zu betreten. „Auch die Geschäfte werden jederzeit fußläufig erreichbar sein“, erklärt Stadtvorstand Thomas Fillep. „Anlieger, das heißt Anwohner sowie Kunden der ansässigen Gewerbebetriebe und Patienten der Arztpraxen, können zudem die Abschnitte, die nicht von Baufeldern betroffen sind, befahren.“ Nach Abschluss der Kanalbauarbeiten wird die Baugrube provisorisch verschlossen, sodass Autofahrer dort wieder fahren können. Außerhalb der Baufelder darf zudem geparkt werden.

Auch die Buslinien R31/31, 32/33 sowie N3 sind von der Baumaßnahme betroffen. Die Linie R31/31 wird in Richtung Heger Friedhof, Lotte und Ibbenbüren über Lotter Straße, Wilhelmstraße, Mozartstraße und Rheiner Landstraße befahren. In Richtung Neumarkt führt die Umleitung für die Linien R31/31 und N3 über die Rheiner Landstraße, In der Barlage, Rückertstraße und Lotter Straße. Die Linien 32/33 und N3 verlaufen in Richtung Finkenhügel/Atter über die Lotter Straße, Wilhelmstraße und Am Finkenhügel. In Richtung Neumarkt fährt die Linie 32/33 die Strecke Am Finkenhügel, Rheiner Landstraße, In der Barlage, Rückertstraße und Lotter Straße.

Zudem wird die Haltestelle Lotter Kirchweg stadtauswärts in die Mozartstraße in Höhe Elfriede-Scholz-Straße und stadteinwärts in die Straße In der Barlage in Höhe der Hausnummer 105 verlegt. Die Ersatzhaltestelle Richard-Wagner-Straße wird stadtauswärts in der Wilhelmstraße in Höhe der Hausnummer 80 und stadteinwärts in der Straße In der Barlage in Höhe der Hausnummer 47 zu finden sein. Die Haltestelle Voßkamp wird stadtauswärts aufgehoben.

Zum Hintergrund:

Der wesentliche Grund für die umfangreiche Baumaßnahme ist die erforderliche Erneuerung der Kanalisation. Die Mischkanalisation, die zwischen 1912 und 1956gebaut wurde, weist zahlreiche, teils schwere Schäden auf und ist zudem überlastet. Für das anstehende Neubaugebiet am Finkenhügel muss die Kapazität der Kanalisation außerdem erweitert werden, weil die alte den gestiegenen Anforderungen nicht mehr genügen würde. Obendrein wird die bisherige, nicht mehr zeitgemäße Mischkanalisation auf eine getrennte Schmutz- und Regenwasserkanalisation umgestellt.

Die SWO Netz wird jeweils rund 780 Meter Schmutzwasserkanal mit einem Durchmesser von 200 Millimetern und einen Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von 1.000 bis 1.600 Millimetern mit einem Außendurchmesser von rund zwei Metern verbauen. Im Zuge der Sanierung der Nebenanlagen durch die Stadt werden von der SWO Netz zudem rund 100 Grundstücksanschlusskanäle sowie Leerrohre für den Glasfaserausbau und die Straßenbeleuchtung verlegt. Die Stadt verbindet die Tiefbauarbeiten mit der ebenfalls erforderlichen Erneuerung der Fahrbahn, Geh- und Radwegen sowie der Parkflächen.