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Erster Abschnitt des Radschnellweges Osnabrück/Belm freigegeben

An der Schlachthofstraße misst ab sofort ein Radzählsystem die Benutzerzahlen. Foto: Stadt Osnabrück, Robert Schäfer

Osnabrück. Am Mittwochnachmittag wurde an der Schlachthofstraße der erste Abschnitt des Radschnellwegs Osnabrück – Belm von Stadtbaurat Frank Otte offiziell freigegeben. „Die Trasse hat die größte Chance, dass Pendler aus dem Umfeld bei gutem Wetter aufs Fahrrad wechseln“, stellte Otte mit Blick auf die vorangegangene Diskussion über die beste Route fest.
Der Radschnellweg erhielt dabei auch seine eigenständige Markierung. Ob diese Beschilderung dauerhaft so bleibt, ist jedoch noch unklar. „Grün ist auf Bundesebene freigegeben“, sagte Otte. Die niedersächsische Abstimmung zu diesem Thema laufe derzeit. Das jetzt in Osnabrück eingesetzte Symbol muss also nicht unbedingt bleiben. Technisch herausfordernd war der Bau des Abschnitts in der Baumallee. Hier ging es darum, die Baumwurzeln zu schützen. Der jetzt fertiggestellte Abschnitt im Stadtteil Gartlage hat eine Länge von 1.200 Metern.
Der Radschnellweg ist ein gemeinsames Projekt von Stadt Osnabrück, Landkreis Osnabrück und der Gemeinde Belm. Mit insgesamt 6,5 Kilometern Länge wird er die Stadt und Belm verbinden. Der Bau im Abschnitt Gartlage wird über den Förderwettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ durch das Bundesumweltministerium gefördert. Weitere Abschnitte erhalten eine Förderung durch das Land Niedersachsen. Der erste, 2017/18 fertiggestellte Bereich in der Baumallee an der Schlachthofstraße kostete gut 400.000 €, die jetzt eingeweihten Abschnitte Liebigstraße bis Baumallee und entlang Halle Gartlage werden etwa 1.425.000 € kosten.
Osnabrück gehört mit dem Bau des Radschnellweges Osnabrück – Belm zu den Vorreitern in Niedersachsen. Nach Göttingen ist dies der zweite fertiggestellte Radschnellweg. Die Stadt Osnabrück arbeitet über die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen Niedersachsen / Bremen aktiv daran mit, die Standards und die Gestaltung von Radschnellwegen für Niedersachsen festzulegen. Der Radschnellweg Osnabrück – Belm ist getrennt vom Auto- und Fußverkehr. In der Regel hat er eine Breite von vier Metern, an Engstellen wie Bäumen immer noch mindestens drei Metern. Nebeneinanderfahren, Überholen oder Begegnungsverkehr ist so ohne Probleme möglich. Der komfortabel zu befahrende Asphaltbelag sorgt für leichtes Vorankommen.
Für die Sicherheit sorgt die mitlaufende Beleuchtung. Diese wird nachts runtergedimmt und von Bewegungsmeldern gesteuert bei Bedarf hochgefahren. An den Auto-Zufahrten über den Radschnellweg wurden rote Markierungen gesetzt. Um die Aufmerksamkeit der Radfahrenden auf kritische Stellen zu erhöhen, hier die Tore von KME, ist der Radweg mit „Rüttelstreifen“ markiert. Zudem wurden zwischen dem Radweg und der Straße in der Schlachthofstraße bauliche Barrieren errichtet, um das Befahren und Halten auf dem Radweg zu verhindern. Und für alle, die wissen wollen, wie viele Radfahrer den Radweg bislang benutzt haben, gibt es an der Kreuzung Liebigstraße/Schlachthofstraße ein Radzählsystem.

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