„Car-Freitag“ in Osnabrück: Motorradfahrer durchbricht Polizeiabsperrung und flüchtet

Schaulustige mit Klappstühlen beobachteten das Geschehen

Symbolfoto: Pixabay

Osnabrück. Am Karfreitag hat die Polizei Osnabrück Kontrollen in Stadt und Landkreis Osnabrück durchgeführt. Der Schwerpunkt lag dabei rund um die Pagenstecherstraße, wo sich im Verlauf des Nachmittags bis circa 1000 Personen, 400 Pkw und 40 Motorräder auf den Parkplätzen rund um die Pagenstecherstraße trafen.

Die Beamten kontrollierten 148 Autos und acht Motorräder. Es wurde 28 mal festgestellt, dass die Betriebserlaubnis erloschen war. Drei Fahrer hatten keinen Führerschein. Eine Straßenverkehrsgefährdung und ein Kennzeichenmissbrauch wurden ebenfalls aufgenommen. Ein Fahrer war unter Drogeneinfluß unterwegs.

Die Polizisten stellten weiterhin 47 Ordnungswidrigkeiten fest, u.a. Nutzen des Mobiltelefons während des Fahrens, Bekleben des Kennzeichens und Geschwindigkeitsüberschreitungen. Sechs Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt, 16 Mängelmeldungen mussten ausgestellt werden und drei Personen erhielten einen Platzverweis.

Besonders gravierend war eine Straßenverkehrsgefährdung, bei der gegen 17 Uhr ein Motorradfahrer an der Pagenstecherstraße kontrolliert werden sollte, da die Auspuffanlage seines Fahrzeugs nicht vorschriftsmäßig zu sein schien. Der Fahrer ignorierte das Anhaltesignal, beschleunigte sein Motorrad bis auf 100 km/ h innerhalb der Stadt, missachtete mehrfach rote Ampeln, durchbrach eine Absperrung mittels eines Streifenwagens und flüchtete auf die Autobahn in Richtung Münster.

Die Verfolgung wurde später abgebrochen, erste Ermittlungen ergaben, dass das Kennzeichen nicht für ein Motorrad ausgegeben war. Die Ermittlungen dauern an. In einigen Bereichen der Pagenstecherstraße versammelten sich Schaulustige, mit Klappstühlen und- tischen, um das Geschehen zu beobachten.