Neuer Verein in Osnabrück: Gesellschaft für Steinzeitforschung möchte Interesse wecken

Megalithgrab im Osnabrücker Raum. Foto: Alexander Thiele

Osnabrück. Neues aus der Steinzeit: Nur wenigen Menschen ist bewusst, dass die Landschaft um Osnabrück herum vom Wiehengebirge und dem Teutoburger Wald im Südosten bis hin zu den Ankumer bzw. Fürstenauer Bergen im Nordwesten, in der Steinzeit von kultureller und geschichtlicher Bedeutung gewesen ist. 

Dieser Landstrich markierte tausende Jahre lang die Grenze zwischen den sesshaften Ackerbauern im südlich angrenzenden Münsterland, die dort ab etwa 5500 v. Chr. siedelten, und den nördlich davon lebenden umherschweifenden Jägern und Sammlern. Ab etwa 3000 v. Chr. wurde auch das Gebiet, das heute Stadt und Landkreis Osnabrück ist, von Siedlern erschlossen, die zugleich die bis heute noch sichtbaren monumentalen steinernen Grabbauten, die Großsteingräber errichteten.

Die „Gesellschaft für Steinzeitforschung in Stadt und Landkreis Osnabrück“ ist ein eingetragener Verein, der im Sommer 2017 von Archäologen und interessierten Laien gegründet wurde. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich für den Zweck aktuelle Forschungen zu steinzeitlichen Funden und Fundstellen in der Region Osnabrück nicht nur der Wissenschaft, sondern besonders der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies wird verwirklicht über eine Präsenz auf Facebook, Twitter, Instagram und mit einer eigenen Homepage – ein Youtube-Kanal ist ebenfalls in Planung.

Wissenschaft soll greifbar gemacht werden

Damit soll die Archäologie als Wissenschaft für Interessierte greifbarer gemacht werden. Aus diesem Grund kann Jeder, unabhängig seines Hintergrundes, dem Verein beitreten und gemeinsam mit fachspezifischen Wissenschaftlern ein Stück zur Erforschung dieser wichtigen Epoche der Menschheitsgeschichte beitragen.

Der Fokus des Vereins liegt auf der Erforschung der megalithischen Grabbauten der Jungsteinzeit, von denen sich mehrere Dutzend bis heute in der Osnabrücker Landschaft bewahrt haben. Die Arbeitsweise ist dabei vielfältiger Natur. Neben der Aufarbeitung von Altgrabungen und Fundberatung für Heimatforscher und Sondengänger, finden in regelmäßigen Abständen kleinere archäologische Grabungen und Feldbegehungen statt. Diese klassischen Herangehensweisen der archäologischen Arbeit werden allerdings durch moderne Methoden ergänzt. So entstehen beispielsweise 3D-Modelle noch vorhandener Gräber, um ihren heutigen Erhaltungszustand zu dokumentieren. Gleichzeitig setzt sich der Verein für die Aufspürung heute nicht mehr sichtbarer zerstörten Anlagen ein, die mittels geophysikalischer Prospektion, einem naturwissenschaftlichen Verfahren, dass im Boden steckende Magnetik sichtbar macht, aufgespürt und lokalisiert werden können. Mit diesen Mitteln kann die prähistorische Landschaft Stück für Stück rekonstruiert und damit besser nachvollzogen werden.

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