Ungewöhnlicher Marihuana-Fund: Drogen in Fast-Food Burgern geschmuggelt

Mit Marihuana-Tütchen "belegte" Burger. Foto: ots, Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim

Ein ungewöhnliches Versteck für seine Drogen wählte gestern ein 21-jähriger Deutscher, der im Bahnhof Bad Bentheim beim Drogenschmuggel erwischt wurde. Er hatte seine Marihuana-Tütchen einfach zwischen seine Fastfood-Burger gelegt.

Aufgeflogen war der Drogenschmuggel gegen 13:25 Uhr am Sonntagnachmittag im Bahnhof Bad Bentheim. Der 21-Jährige war mit einem international verkehrenden Zug aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist und wurde im Rahmen eines gemeinsamen Einsatzes zwischen dem Grenzüberschreitenden Polizeiteam Bad Bentheim und des Autobahnpolizeikommissariats Osnabrück kontrolliert.

Bei der Überprüfung schauten die Beamten auch in eine Papiertüte mit Fastfood des 21-Jährigen und staunten nicht schlecht. Neben den üblichen Zutaten waren drei Burger je mit einer Tüte Marihuana „belegt“. Zusammen handelte es sich um rund 10 Gramm Marihuana. Nachdem ein Strafverfahren eingeleitet wurde, durfte der Mann weiterreisen.

Während des ganztägigen gemeinsamen Einsatzes zur verstärkten Bekämpfung der Kriminalität in grenzüberschreitenden Zügen aus den Niederlanden wurden von den Beamten insgesamt 17 Züge überprüft und 80 Personen kontrolliert.

Neben den mit Drogen belegten Burgern wurde noch in drei weiteren Fällen kleinere Mengen an Drogen entdeckt und jeweils ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Im Rahmen des gemeinsamen Einsatzes wurde auch die illegale Beschäftigung eines 32-jährigen Peruaners aufgedeckt. Dieser hatte unter falschen Personalien in Deutschland gearbeitet und bei der Kontrolle durch die Beamten eine Totalfälschung einer italienischen Identitätskarte vorgelegt. Das heißt der Ausweis ähnelt dem Original so gut wie möglich, ist aber komplett neu gefertigt, aus möglichst ähnlichen Materialien wie ein echtes Dokument. Damit sollte der legale Aufenthalt und die damit verbundene gestattete Arbeitsaufnahme vorgetäuscht werden. Außerdem wurde noch ein falscher 500,- Euro-Schein bei dem Mann beschlagnahmt. Gegen den 32-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalt, unerlaubter Arbeitsaufnahme, Urkundenfälschung, mittelbare Falschbeurkundung sowie Inverkehrbringen von Falschgeld eingeleitet. Anschließend wurde er in die Niederlande zurückgeschoben und ein mehrjähriges Einreiseverbot gegen ihn verfügt.