Planungen für neues Busliniennetz stehen

Verfahren zur Bürgerbeteiligung startet im Juni

Starten die Öffentlichkeitsbeteiligung für das neue Busliniennetz 2019: (V.l.) Dr. Stephan Rolfes, Thomas Schniedermann, Werner Linnenbrink und Harald Schulte (alle Stadtwerke). Foto: Stadtwerke Osnabrück / Kathrin Witte

Osnabrück. Die Planungen für das neue Busliniennetz 2019 in Osnabrück stehen: Mitte Juni starten die Stadtwerke das mehrstufige Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit. Bis Mitte August haben alle Bürger die Möglichkeit, sich über die aktuellen Planungsentwürfe zu informieren und ihre Hinweise und Anmerkungen zu geben.

„In mittlerweile 11 Jahren hat sich eine Menge getan“, sagte Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Dr. Stephan Rolfes anlässlich des bevorstehenden Startschusses für das Beteiligungsverfahren. 2007 hatten die Stadtwerke letztmals das Busliniennetz im Stadtgebiet angepasst. Damals wurden u.a. das Hochschulgelände am Westerberg sowie das Finanzamt und das Arbeitsamt ins Liniennetz integriert. „Seitdem hat sich Osnabrück stetig weiterentwickelt“, so Dr. Rolfes weiter. „Es haben sich neue Wegebeziehungen ergeben, zudem stellen veränderte Arbeitszeiten und andere Einkaufs- und Freizeitgewohnheiten neue Anforderungen an unser Nahverkehrsangebot.“ Und noch einen weiteren wichtigen Aspekt stellt der Stadtwerke-Vorstand heraus: „Auch die aktuelle Debatte um Schadstoffemissionen und Luftreinhaltepläne macht ein neues Busnetz in 2019 erforderlich.“

MetroBus-Linien als Hauptachsen

In den zurückliegenden Monaten haben die Stadtwerke-Experten an vielen Stellschrauben gedreht, um das Stadtbusnetz zu optimieren. „Unser Ziel und Auftrag dabei: Wir wollen das Busfahren noch attraktiver machen und einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt in Osnabrück leisten“, betonte Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken. „Das erreichen wir dadurch, dass wir wichtige Achsen stärken, Linienwege begradigen und den Bus dadurch schneller machen sowie Stadtbereiche neu oder auch besser anbinden.“ So soll es künftig sogenannte MetroBus-Linien geben, die zudem sukzessive elektrifiziert werden. Die MetroBus-Linien werden durch StadtBus-Linien ergänzt; ebenfalls neu ist eine sogenannte Tangentiallinie, die mehrere Stadtteile miteinander und direkt verbindet, ohne über den Neumarkt zu fahren. „Hier gibt es einen zunehmenden Bedarf, dem wir nun nachkommen.“

Online einsehbar auf www.swo.de/busnetz2019

Die detaillierten Planungsentwürfe sind ab heute online auf der eigens dafür freigeschalteten Webseite www.swo.de/busnetz2019 eingestellt. „Dabei ist uns eines sehr wichtig: Es handelt sich um Planungsentwürfe, die nun in das öffentliche Beteiligungsverfahren gehen“, betonte Thomas Schniedermann, Leiter Fahrplan bei den Stadtwerken. „Die Planungen sind nicht final und in Stein gemeißelt. Wir wollen die Bürger – unsere Kunden und Fahrgäste – frühzeitig einbinden und ihre Hinweise und Anmerkungen einholen.“ Dabei ist den Stadtwerke-Experten bewusst, dass nicht alle geplanten Änderungen auf Gegenliebe stoßen werden. “Genau deshalb ist uns das Beteiligungsverfahren aber so wichtig: Wir wollen ehrliche Rückmeldungen einholen und uns ein genaues Bild machen“, so Schniedermann weiter.

Finaler Ratsbeschluss im Oktober

Die Stadtwerke haben dafür ein mehrstufiges Verfahren aufgesetzt: In der kommenden Woche werden die Planungen im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt, kurz darauf dem Fahrgastbeirat. Am 20. Juni findet ein Sonder-Mobilitätsforum statt, parallel startet die Online-Beteiligung auf www.swo.de/busnetz2019. „Bis Mitte August sammeln wir hierüber alle Anmerkungen und bereiten diese im Nachgang für die politische Diskussion auf“, erläuterte Dr. Stephan Rolfes. „Im Oktober wollen wir dann im Rat das finale Busliniennetz beschließen, das dann im Herbst 2019 ‚live‘ gehen wird.“