Osnabrück/Berlin. „Die Willkür bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist für viele Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar. Wir müssen dringend die kontrollierte Öffnung weiterer Bereiche in den Fokus nehmen“, so der lokale Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly (FDP) in einer aktuellen Pressemitteilung.
„Die derzeitigen Maßnahmen stellen massive Eingriffe in unser wirtschaftliches und soziales Leben dar. Es muss daher eine stetige Debatte über weitere Lockerungen geben“, so der Bad Iburger weiter.
In den vergangenen Tagen hatten immer mehr Gerichte die bestehenden Regelungen zur Eindämmung des Corona-Virus gekippt. So urteilte beispielsweise der Bayerische Verfassungsgerichtshof, dass das Verkaufsverbot für Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern verfassungswidrig sei.
„Für die Wiederöffnung darf nicht die Branche oder gar die Verkaufsfläche ausschlaggebend sein, sondern einzig und allein die Umsetzung eines klaren Hygienekonzeptes. Wenn Abstands- und Hygieneregeln konsequent eingehalten werden, dann sollten beispielsweise auch Zoos, Fitnessstudios und die Gastronomie wieder öffnen dürfen“, so Seestern-Pauly weiter. „Während viele Menschen auch im Osnabrücker Land berechtigte Existenzängste haben, fehlt für immer mehr Maßnahmen eine nachvollziehbare Begründung.“
Insbesondere im sozialen Bereich wiegen die Einschnitte dabei schwer. So werden etwa Operationen und Reha-Maßnahmen verschoben. Zudem sind die zunehmenden Fallzahlen bei häuslicher Gewalt alarmierend. Die FDP fordert darüber hinaus ein klares Konzept zur Wiedereröffnung von Kitas: „Es ist nicht hinnehmbar, wenn Kinder bis zum Sommer nicht mit anderen Kindern spielen können und Kitas für die Mehrzahl der Menschen nicht zugänglich sind“, so Seestern-Pauly abschließend.
