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Zwischenbilanz: Stadt Osnabrück hat die Strategischen Ziele im Blick

Sie stellten den Monitoringbericht vor: (von links) Dr. Claas Beckord, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Alexander Illenseer. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Osnabrück. Er enthält viele hundert Zahlen, die übersichtlich auf 80 Seiten dargestellt und erläutert werden: Die Stadt Osnabrück hat den Monitoringbericht für 2017 präsentiert. Die darin abgebildeten Kennzahlen sind eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg, die Strategischen Ziele der Stadt bis 2020 zu erreichen.
Zum Hintergrund: „Die Stadt Osnabrück steht weiterhin vor der Herausforderung, ihren Haushalt nachhaltig zu konsolidieren und gleichzeitig ihre Pflichtaufgaben bürgernah zu erfüllen und die Attraktivität der Stadt zu steigern“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, haben Verwaltung und Politik im Jahr 2015 gemeinsam acht Strategische Ziele sowie zentrale Handlungsfelder für die Jahre 2016 bis 2020 festgelegt. Sie dienen bei allen Aktivitäten der Verwaltung der Orientierung.
In der Praxis bedeutet das, dass in allen Vorlagen des Rates und seiner Ausschüsse die Wirkung auf die Strategischen Ziele und Zentralen Handlungsfelder angegeben werden. Da die Strategischen Ziele eine langfristige Ausrichtung haben, legt die Stadt jährlich Schwerpunkte ihres Handelns fest, die sie in Leitthemen zusammenfasst. Im Haushaltsplan formuliert die Stadt sowohl Maßnahmen, mit deren Hilfe die Ziele erreicht werden sollen, als auch Kennzahlen, die bei der Umsetzung als Wegmarken dienen. Zudem vereinbart jeder Mitarbeiter der Verwaltung mit seiner Führungskraft jedes Jahr individuelle Zielvereinbarungen. Darin wird genau festgelegt, welche Beiträge zu leisten sind, um die Strategischen Ziele zu erreichen.
Die Kennzahlen, die regelmäßig aktualisiert werden, dienen dazu, die Wirkung städtischen Handelns zu messen. Jedes der Strategischen Ziele stellt ein kaum zu erfassendes Bündel an Sachverhalten dar, die umgesetzt sein müssen, um ein Ziel als erreicht einstufen zu können. Deshalb genügt es nicht, lediglich einzelne Sachverhalte in die Bewertung einzubeziehen. Vielmehr ist es „eine Vielzahl verschiedener Kenngrößen, die betrachtet werden müssen, um Rückschlüsse auf die Gesamtentwicklung ziehen zu können“, erklärt Alexander Illenseer, Leiter des Referats Strategische Steuerung und Rat und fügt hinzu: „Die Kennzahlen sind vergleichbar mit den Orientierungsleuchten an der Start- und Landebahn eines Flugplatzes. Konzentriert man sich zu sehr auf eine dieser Leuchten und steuert auf diese zu, verlässt man unweigerlich die asphaltierte Strecke.“ Nur durch die Zusammenschau aller Orientierungsleuchten werde der richtige Weg erkennbar.
In dem Bericht gibt es bereits einige positive Entwicklungen zu vermelden. „Ein großer Schritt ist bei der Anzahl der angebotenen Studienplätze getan, die seit 2010 um fast 50 Prozent auf mehr als 27.000 gestiegen ist“, sagt Dr. Claas Beckord, Leiter der Abteilung Strategische Stadtentwicklung und Statistik. Auch bei der Zuwanderung junger Leute sind die Zahlen positiv. „Es kommen deutlich mehr unter 27-Jährige nach Osnabrück als die Stadt verlassen.“ Als positive Beispiele zu den Themen Umwelt und Bildung nennt Beckord den wachsenden Baumbestand, die steigende Anzahl der Carsharing-Nutzer und das Angebot an Ganztagsplätzen im Kita-Bereich.
Der nun vorliegende Bericht bildet den Startpunkt für den Aufbau eines umfangreichen Monitoringsystems. „Der Prozess der strategischen Steuerung hat innerhalb der Verwaltung zu einem Kulturwandel hin zu mehr zielgerichteter Diskussion geführt“, sagt Beckord. „Dieser muss in den kommenden Jahren fortgeführt werden.“ Der Monitoringbericht dient mit Blick in die Zukunft auch als Basis für eine Diskussion darüber, welche Kennzahlen als Maßstab für die Erreichung der Ziele besonders aussagekräftig sind.
Details zu den Strategischen Zielen gibt es unter www.osnabrueck.de/stadtziele

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