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Polizei Osnabrück erhält bundesweit erste S-Pedelecs mit Blaulicht und Martinshorn

12 Monate im Test: S-Pedelecs bis 45 km/h mit Sondersignalanlage. Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück. Der Frühling hält Einzug und passend dazu bekommt der Fuhrpark der Polizeidirektion Osnabrück umweltfreundlichen Zuwachs: Die Direktion geht bei ihrem vor vier Jahren eingeschlagenen Weg, die Mobilität in den eigenen Reihen nachhaltiger zu gestalten, einen weiteren innovativen Schritt und testet in den kommenden zwölf Monaten drei S-Pedelecs im Einsatz- und Streifendienst. Damit nicht genug: Zwei S-Pedelecs wurden umgerüstet und mit einer Sondersignalanlage, also mit Blaulicht und Martinshorn, ausgestattet. Eine einmalige Besonderheit in Deutschland.

Die Vorstellung der drei neuen S-Pedelecs und weiterer 23 Pedelecs fand am Dienstag, 30.03.21, durch Polizeipräsident Michael Maßmann vor der historischen Kulisse des Osnabrücker Rathauses statt. Maßmann: “Die Mobilität in der Polizei hat sich in den vergangenen Jahren bereits grundlegend verändert, aber der Weg zu mehr Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, ist noch lange nicht zu Ende. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt. Unser Fuhrpark wird zunehmend grüner und vereint Innovation, Ökologie und Praktikabilität.” Boris Pistorius, Minister für Inneres und Sport, sagte: “Die Polizei in Niedersachsen ist eine moderne Bürgerpolizei.

Dazu gehört schon länger, dass unsere Beamtinnen und Beamten im Steifendienst auf modernen Pedelecs unterwegs sind. Dieses Projekt belegt damit wieder einmal, dass unsere Polizei gegenüber Innovationen aufgeschlossen ist und sich ihre gesamte Mobilität gleichzeitig immer nachhaltiger und klimafreundlicher gestaltet. Von den Polizistinnen und Polizisten, die auf dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs sind, bekomme ich sehr positive Rückmeldungen dazu, wie sie von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen werden: Sie sind direkt ansprechbar und wirken auch wegen ihrer sportlichen Outfits offen für im wahrsten Sinne des Wortes barrierefreie Kommunikation. Ich freue mich auf die Ergebnisse dieses Projekts und bin mir sicher, dass die Polizei auf Rädern und Pedelecs mittelfristig in ganz Niedersachsen nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken sind.”

Der Einsatz herkömmlicher Pedelecs im Einsatz- und Streifendienst hat sich bereits bewährt. Die Beamten erreichen ihre Einsatzorte in der Innenstadt oftmals zügiger als mit dem Streifenwagen. Zeitgleich erreichen sie mehr Bürgernähe und zeigen Präsenz. Damit der Innen-stadtbereich noch schneller und flexibler kontrolliert werden kann, startet nun der Test der S-Pedelecs (Firma Stromer ST3), mit denen Geschwindigkeiten von 45 km/h erreicht werden können. Inwiefern dadurch die bürgerorientierte Polizeiarbeit im täglichen Dienst intensiviert werden kann, sollen die kommenden 12 Monate zeigen.

Die S-Pedelecs können darüber hinaus zur Verkehrsregelung bei Großveranstaltungen eingesetzt werden, bei Verkehrskontrollen, aber auch bei der Begleitung von Demonstrationen. Auch bei der Verfolgung von Tatverdächtigen, die sich fußläufig oder mit Rollern/E-Rollern oder ähnlichem bewegen, werden Vorteile erwartet. Die Erprobung erfolgt in der Osnabrücker Polizeifahrradeinheit und im Polizeikom-missariat Norden bei Kontaktbereichsbeamten. Mit den S-Pedelecs kann eine Reichweite von ca. 120 Kilometern erreicht werden. Die Ladezeit beträgt 4,5 Stunden.

Um die Erkennbarkeit der Kolleginnen und Kollegen zu verbessern, wurden zwei der drei S-Pedelcs durch die Firma Orange Bike Osnabrück mit polizeilicher Ausstattung ausgerüstet – sie werden in Osnabrück zum Einsatz kommen. Neben Front- und Heckblitzer, seitlich abstrah-lenden Blitzern sowie einem Blinkerset mit Warnblinkfunktion wurde auch ein Martinshorn eingebaut. Die Kosten für das S-Pedelec ohne Sondersignalanlage liegen bei 5.550 Euro. Mit dem innovativen Umbau liegen sie bei 7.500 Euro.

Polizeipräsident Michael Maßmann

Zusätzlich zu den S-Pedelecs werden 23 Pedelecs (Firma Riese und Müller), mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Km/h, in den kommenden Tagen an die zur Direktion gehörenden Polizeiinspektionen Emsland/Grafschaft Bentheim, Osnabrück, Aurich/Wittmund sowie Leer/Emden verteilt. Die Kosten für ein Pedelec liegen bei 5.200 Euro.

Der Fuhrpark der Polizeidirektion, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln, verfügt mittlerweile im Bereich Elektromobilität über 39 Elektro-Pkw – dazu zählt auch Nieder-sachsens erster Wasserstoff-Streifenwagen in Osnabrück – 46 Pedelecs, 3 S-Pedelecs und 3 Elektro-Motorräder. Ein weiteres Highlight ist das E-Quad auf der Insel Juist.

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PM/Polizei Osnabrück

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