Verletzung zwingt Dercho zum Karriereende

Symbolfoto: Henning Hünerbein

Osnabrück. Alexander Dercho beendet seine aktive Karriere als Profifußballer. Nach seiner Verletzung aus 2017 hat er sich von dessen Folgen nie so erholen können, als dass die Fortsetzung seiner Karriere möglich wäre. Die Fußballschuhe hängen demnach am berühmten Nagel, eine neue Herausforderung wartet bereits auf ihn.

Seit 2012 trug Alexander Dercho das Trikot des VfL Osnabrück. Es war die zweite Amtszeit in Lila-Weiß, nachdem er 2009 als Leihspieler von Eintracht Frankfurt mit dem VfL in die 2. Bundesliga aufstieg und sich 2011 für ein einjähriges Intermezzo Arminia Bielefeld anschloss.

Nach 240 Spielen in der 3. Liga, 19 Zweitligaspielen und einer Partie in der 1. Bundesliga ist nun Schluss: Nach seinem Knorpelschaden im Sprunggelenk, den er sich 2017 zuzog, schaffte der 32-Jährige zwar das zwischenzeitliche Comeback, aber nicht von Dauer. Zu groß waren die Schmerzen, die sich bis in seinen Alltag ziehen. Auch verschiedene Operationen konnten die Folgen der Verletzung und letztlich die attestierte Sportinvalidität nicht mehr verhindern.

„Ich hatte viel Zeit, mich mit den Gedanken an ein Karriereende zu befassen. Wenn es dann aber Schwarz auf Weiß feststeht, dann ist das erstmal unheimlich schwer zu realisieren. Darauf kannst du dich einfach nicht vorbereiten“, erklärt Alexander Dercho emotional. „Jedes Spiel, bei dem du auf der Tribüne sitzt und zum Zuschauen gezwungen bist, tat unheimlich weh. Ich habe mich dennoch wahnsinnig für die Jungs gefreut, dass die letzte Saison mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Gerne hätte ich einen aktiveren Teil dazu beigetragen, meine Karriere um weitere Zweitligaspiele ergänzt und den Zeitpunkt des Endes selbst bestimmt. Jetzt konzentriere ich mich aber auf das berufliche Standbein außerhalb des Fußballs und verfolge die Spiele mit einem guten Gefühl auf der Tribüne an der Bremer Brücke.“

Alexander Dercho nimmt nach dem Ende seiner Profilaufbahn eine Umschulung zum Versicherungskaufmann in Osnabrück auf. Den VfL wird er weiterhin intensiv verfolgen und im Herzen tragen. „Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen und Fans des VfL Osnabrück für die Unterstützung in den vielen Jahren bedanken. Ich habe mich immer unheimlich wohl gefühlt und mit dem VfL und Osnabrück eine zweite Heimat gefunden.“