Breitbandausbau: Alfhausen, Rieste und Bramsche-Nord erhalten schnelles Internet

55 Kilometer Glasfasernetz werden im Ausbaulos „Alfhausen, Rieste, Bramsche-Nord“ verbaut. Ein Bild von den Dimensionen machten sich jetzt (von vorne nach hinten): Agnes Droste (Bürgermeisterin Alfhausen), Landrat Michael Lübbersmann, Horst Baier (Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück), Sebastian Hüdepohl (Bürgermeister Rieste), Dirk Holtgrewe (TELKOS), Hermann Meyer (Vorsitzender des Kreistags) und Bramsches Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus. Foto: Landkreis Osnabrück/Uwe Lewandowski

Bramsche. Nächstes Ausbaulos, nächster erster Spatenstich: Im Nordkreis des Landkreises Osnabrück werden die nächsten „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung beseitigt. Die Arbeiten beginnen jetzt auch in Alfhausen als Teil des Ausbauloses „Alfhausen, Rieste, Bramsche-Nord“. Insgesamt werden im Landkreis Osnabrück bis zum Frühjahr 2019 13.000 Haushalte schnelles Internet erhalten.

In Alfhausen befindet sich auch einer der strategischen Anknüpfungspunkte, an dem das Netz der landkreiseigenen Infrastrukturgesellschaft TELKOS „mit dem weltweiten Internet“ verknüpft ist. Die Glasfaserleitungen werden von hier aus in den kommenden Monaten in alle Richtungen und insbesondere in den nördlichen Landkreis weiter gebaut.

In dem Ausbaulos werden rund 55 Kilometer Glasfasernetz verlegt und gut 130 Glasfaserdirektanschlüsse installiert. Von den Arbeiten profitieren insbesondere die noch unerschlossenen Gewerbebetriebe im Osnabrücker Teil des Niedersachsensparks sowie Privathaushalte im Bereich Bramsche-Sögeln. Weitere 350 Haushalte an sechs Kabelverzweigern erhalten schnelles Internet über V-DSL. Die Ausbaugebiete liegen in Alfhausen-Thiene, Rieste sowie in Bramsche mit dem Stadtteil Malgarten und in der Nähe des Horstsees.

„Der Niedersachsenpark ist ein modernes Gewerbegebiet, der stellvertretend für den dynamischen Wirtschaftsstandort Osnabrücker Land steht. Der Breitbandausbau ist deshalb ein wichtiges Signal, dass wir auch künftig investieren und den Unternehmen hervorragende Rahmenbedingungen bieten“, sagte Landrat Michael Lübbersmann.

Ebenso erfreut zeigten sich die Vertreter von Bramsche, Rieste und Alfhausen. In den vergangenen Jahren hätten die Wirtschaftsunternehmen in den Städten und Gemeinden zunehmend die Notwendigkeit von schnellem Internet betont. Durch die aktuellen Investitionen könnten die Kommunen nun die Infrastruktur bereitstellen, lautete der Tenor. An dem symbolischen ersten Spatenstich beteiligten sich die Bürgermeister Agnes Droste (Alfhausen), Horst Baier (Samtgemeinde Bersenbrück) und Sebastian Hüdepohl (Rieste) sowie Bramsches Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus.

Der Landkreis Osnabrück kooperiert bei den Ausbauarbeiten mit dem Unternehmen innogy SE: „Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kommunen und Betrieb ist sehr eng. Das ist die Voraussetzung dafür, dass der Ausbau in dieser kurzen Zeitspanne möglich ist. Wir sind froh, dass wir mit unserer Fachkompetenz einen Beitrag dazu leisten können“, betont Innogy-Kommunalberater Thomas Jablonski.

Die Kosten für den Ausbau Alfhausen, Rieste und Bramsche-Nord werden rund 2,35 Millionen Euro betragen. Sie sind Teil des Digitalisierungskonzepts des Landkreises Osnabrück. Bis zum Frühjahr 2019 werden 13.000 Haushalte schnelles Internet erhalten. Die TELKOS hat dabei die Außenbereiche der Städte und Gemeinden im Blick. Ziel ist es, die unterversorgten Regionen zu erschließen. Die neue Technik ermöglicht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde.

In der ersten Stufe werden im gesamten Landkreis Osnabrück 39 Millionen Euro für den Breitbandausbau investiert. Der Anteil des Bundes liegt bei 15 Millionen, der des Landes Niedersachsen bei 5 Millionen Euro. Die weiteren 19 Millionen Euro bringen der Landkreis und seine 34 kreisangehörigen Städten und Gemeinden auf. Das Unternehmen innogy SE baut für das Breitbandnetz die Daten- und Informationstechnik und übernimmt nach Fertigstellung auch den Betrieb des Netzes.

Die TELKOS hat zudem einen zweiten Förderbescheid des Bundes über erneut 15 Millionen Euro erhalten. Durch den Eigenanteil beträgt das Investitionsvolumen in der zweiten Ausbaustufe 31,5 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen nahtlos nach dem Abschluss der ersten Ausbaustufe fortgesetzt und bis Mitte des Jahres 2020 umgesetzt