Gutes Wetter begünstigt Bauarbeiten an der Grundschule Hellern

Alt und neu wachsen zusammen: Der Bau aus den 1960 Jahren (vorne) wurde vollständig entkernt, der hintere Trakt neu errichtet. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Osnabrück. Die Arbeiten an der Grundschule Hellern verlaufen nach Plan. Nach dem Abriss des alten Traktes vor einem Jahr entsteht derzeit ein zweigeschossiger Neubautrakt. Ein weiterer Trakt wird derweil kernsaniert. Ab kommenden Sommer soll dort Unterricht stattfinden. „Seit März haben wir ideales Wetter zum Bauen“, sagt Bauleiter Ralph Siebert vom städtischen Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement.

Schimmelbefall und Asbest hatten die Arbeiten notwendig gemacht. Der zwischen 1960 und 1965 erbaute zweigeschossige Trakt der Schule konnte erhalten werden, musste allerdings vollständig entkernt und von Schadstoffen befreit werden. „Am Ende blieb nur noch das Mauerwerk übrig“, sagt Ludger Rasche, Leiter des Fachdienstes Hochbauten des Eigenbetriebes. Der andere Trakt wurde abgerissen. Mit dem Bau des neuen Traktes schafft die Stadt die Voraussetzungen für die Umwandlung der Grundschule Hellern in eine dreizügige Ganztagsschule.

Die Rohbauarbeiten an diesem neuen Gebäude werden voraussichtlich in vier Wochen abgeschlossen sein. Anschließend bekommt der Neubau ein Dach und Fenster, ehe der Innenausbau mit der Installation der Gebäudetechnik und Sanitäranlagen ansteht. In dem neu errichteten Gebäude wird es eine Mensa und auch einen Aufzug geben. Weil es auf allen Etagen direkte Verbindungen zum noch vorhandenen Gebäude gibt, sind so alle Räume der Schule barrierefrei zu erreichen.

Das neue Gebäude wird nach dem Passivhausstandard erbaut. Nach vorne hin wird es eine Glasfassade geben, die eine sich über zwei Etagen erstreckende Galerie mit Tageslicht versorgt. Die Klassenzimmer erhalten über eine im Dachgeschoss untergebrachte Belüftungsanlage Frischluft. Jeweils zwei Klassenräume teilen sich einen Differenzierungsraum, in dem Schülerinnen und Schüler besonders gefördert werden können. Neben dem Lehrerzimmer wird es auch Lehrerarbeitsräume geben. „Die vorhandene Fläche wird nun deutlich effektiver genutzt als zuvor“, sagt Rasche.

„Den Um- und Neubau hat der Eigenbetrieb Immobilien und Gebäudemanagement komplett selbst geplant“, unterstreicht der Fachdienstleiter. „Das gilt auch für die Gebäudetechnik.“ Insgesamt kostet die Maßnahme rund sieben Millionen Euro. Eingerechnet ist auch die Erneuerung der Außenanlagen mit dem Schulhof, die den Abschluss der Bautätigkeit bilden wird. Zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 im kommenden Sommer können die Lehrer ihre Schüler dann in den Gebäuden unterrichten, in denen derzeit noch die Arbeiten stattfinden. Bis dahin findet der Unterricht wie auch die Hortbetreuung in Containern nebenan statt.